Mittwoch, 26. November 2008

HOT-POT

你好 友人 (Nǐ hǎo yǒurén / Guten Tag Freunde),
hab mal wieder ein wenig was zu berichten.

Letzten Sonntag waren wir mal wieder in Xichang, um etwas Freizeit in der Zivilisation zu verbringen. Hab mich “morgens“ um 12 zum Auschecken mit Loïc, unserm PLC Elektriker, verabredet. Anschließend sind wir losgezogen um uns mit Diana, einer englisch sprechenden Rezeptionistin unseres Hotels, zu treffen und Hot-Pot essen zu gehen. Jetzt werdet ihr euch sicher fragen was das ist! Man sitzt an einem Tisch der in der Mitte ein Loch und darunter ein Gasbrenner hat, hinein wird ein Kupfertopf mit Öl gestellt das erhitzt wird. In unserem Fall hatten wir zu Loïc´s und meinem Glück noch ein Topf im Topf, denn der äußere war überfüllt mit wahnsinnig scharfen Peperoni und der innere nur mit ein paar normalen Gewürzen. So und dann ging es auch schon los, wir bestellten (oder besser gesagt Diana, denn wir können leider kein chinesisch lesen) viele verschiedene Dinge um sie uns im Hot-Pot zuzubereiten. Kurze Zeit später bekamen wir auch schon das Bestellte und die Bedienung warf alles in den Topf. Pilze, Tofu, Wachteleier, Schweinefleisch, Rindfleisch, Kartoffeln, Fisch, Kuhmagen und viel undefinierbares Grünzeug. Nach etwas Wartezeit begann dann jeder nach dem zu fischen was er gerne essen wollte, manchmal mit Glück und manchmal mit Hilfe eines Anderen, der auf seiner Suche auf dass gestoßen war was der Andere sucht, ne ganz witzige Geschichte.
Das mit Abstand ekligste vom Aussehen waren die Entenzungen, ich hab eine probiert und dann bei Seite gelegt, denn die hatten irgendwie kein Fleisch und auch kein Geschmack. Nach 2 Stunden Essen, Reden und viel Lachen sind wir dann mit vollen Bäuchen etwas in der Stadt spazieren gegangen um das leckere Essen erstmal zu verdauen. Nach diesem Verdauungsspaziergang suchten wir uns dann ein schönes Café um den Tag mit feinem Tiramisu und Cappuccino ausklingen zu lassen. Nun mussten wir, Loïc und ich, leider auch schon wieder auf den Bus um wieder einmal ans Ende der Welt zu fahren ;-). Alles in Allem war es ein rundum gelungenes Wochenende…

Donnerstag, 20. November 2008

Angebohrt

Ist schon etwas länger her dass ich mich das letzte mal gemeldet hab, hatte die letzte Zeit viel Arbeit um die Ohren und deshalb auch nicht wirklich was Interessantes zu berichten.

Apropos Arbeit – In dieser Woche haben wir den Vortrieb gestartet, einfach der Wahnsinn! Als wir die Maschine zum ersten Mal vorgeschoben haben und sie Kontakt zum Fels bekam fing Alles an zu vibrieren und man hat richtig gemerkt wie sie sich in den Fels frisst. Dieses Ungetüm mit 12,5 Meter Durchmesser und einer Länge von ca. 170 Metern beißt sich mit Leichtigkeit durch den Fels.

Nach unserm ersten Hub war die Stimmung bestens und wir schossen einige Bilder auf dem ersten Haufen Steinen die unsere TBM ausgespuckt hat. Eigentlich wäre eine „Fat Lady“ angebracht gewesen, aber daran hat leider keiner gedacht, naja dafür gab´s Abends dann ein paar Bier, die Michael uns spendiert hat, das war auch gut :-)

In diesem Sinne, bis demnächst…

Freitag, 7. November 2008

Gambei...

So da bin ich schon wieder...

Am Mittwoch war Kai´s letzter Tag hier im Camp und da hat er uns eingeladen nach Mofangu, das ist ein kleines Dörfchen ca. 20 Minuten von unserm Camp entfernt, zum Barbecue. Was ich allerdings nicht wusste, es waren nur Chinesen Kai und ich die gingen. So sind wir also mit 2 Minivans über eine Holperstraße zum "Restaurant", naja war mehr eine Garage mit ein paar Stühlen drin.
Dort angekommen wurden einige Kartons mit Bier bestellt, die sogleich von innen inspiziert wurden ;-). Nach kurzer Zeit kam auch das Essen und dann ging es richtig los, überall Gambei, Gambei, Gambei, wer von euch das nicht kennt, das heißt übersetzt Prost, allerdings mit Glas leeren. Kai und mir war von vorne herein klar, die wollten uns abfüllen, alle Chinesen kamen immer wieder und wollten mit uns 2 trinken. Ihr Problem ist allerdings sie halten maximal 3 Stunden durch, was um einen Deutschen betrunken zu machen entschieden zu wenig ist :-). So fuhren wir nach 3 Stunden also wieder in unser Camp, die Chinesen voll - Kai und ich leicht angeheitert. Es war eine sehr schöne Erfahrung und wir hatten eine Menge Spaß, obwohl ich das meiste was die Leute mit mir dort sprachen nicht verstanden hab.
Da wir so früh wieder zuhause waren, war es am nächsten Morgen auch gar kein Problem aus den Federn zu kommen...

Dienstag, 4. November 2008

Xichang Lake

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder in Xichang und hab einiges zu berichten.
Wir hatten ziemliches Glück dass sie Straße überhaupt frei war, da wir am Samstag kurz vor 3 noch ein mittelstarkes Erdbeben hatten. Für ca. 5 Sekunden hat die Erde ganz schön heftig gebebt. Zuerst dachten wir die Chinesen haben irgendwo im Tunnel mal wieder wie die Blöden gesprengt, aber nachdem wir mit unser Arbeitern gesprochen haben und sie uns erzählten dass es nicht wie üblich bei einer Sprengung im Tunnel ne Druckwelle gab, war klar das es ein Erdbeben war. Zum Glück war es nicht so lang und hat keine Schäden hinterlassen und wie schon gesagt, die Straße war auch frei. Also stand unserm Wochenendtrip nach Xichang nicht im Wege.


Pünktlich zum Wochenende bekamen wir dann auch wieder wunderschönes Wetter mit an die 30 Grad. Samstag Abend trafen wir uns wie immer in Grandmother´s Kitchen um lecker zu essen und anschließend noch ein paar Cocktails zu schlürfen, war ein richtig gemütlicher Abend. Da wir, Michael, seine Freundin und meine Wenigkeit, am Sonntag was größeres vorhatten blieben wir nicht ganz so lange um für den kommenden Tag fit zu sein.
Am Sonntag Morgen ging´s dann wie soll es anders sein wieder in unser Stammlokal um zu Frühstücken. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Xichang Lake. Ich hab mir vorsorglich im Hotel unser Ziel aufschreiben lassen, da hier ja so gut wie niemand englisch spricht, geschweige denn die Taxifahrer. So zeigte ich ihm die Karte und nach einem kurzen Gespräch, bei dem ich nur nickte und nichts verstand ist er dann losgefahren und hat uns sogar noch an den gewünschten Ort gebracht.


Dort angekommen waren wir dann ganz überrascht, wie wunderschön es hier ist. Nach einem kurzen Spaziergang am See und in einem wunderschön angelegten Park, machten wir uns dann auf den Weg zu einer Klosteranlage am Berg mit vielen kleinen verstreuten Tempeln. Nach 2000 Stufen aufstieg (gefühlter 1Million) wurden wir dann für unsre Mühe entlohnt, mit einigen wunderschönen Tempeln und einem Grandiosen Blick ins Tal. Die einzige Enttäuschung war dass wir die dort am Berg lebenden Affen nicht zu Gesicht bekamen.

So machten wir uns wieder an den Abstieg – die 2000 Treppenstufen wieder runter…


Kurz vor der Abfahrt waren wir dann noch einkaufen, frisches Obst und solche Dinge an die man hier im Camp nur schwer ran kommt.

Nach 3 Stunden Fahrt und einem zum Glück nur kleinen Umweg, da die Straße gesperrt war, kamen wir dann wieder in Unserm Lager an.


Bis die Tage…

Grüße Daniel