Schön, dass du vorbeischaust. Seit dem erstem September bin ich nun bei Herrenknecht in Schwanau und werde von dort aus bald auf eine Baustelle nach China gesandt. Hier weder ich ein bisschen über meine Erfahrungen und Erlebnisse in diesem fremden Land berichten.
VIEL SPASS!!!
So mittlerweile neigt sich die erste Periode meines Chinaaufenthaltes dem Ende zu, am Dienstag werd ich die Baustelle verlassen undMittwochmorgen in Deutschland ankommen. Also das wird dann vermutlich der letzte Blog des Jahres sein. Neues von mir aus China gibt es dann wieder in der ersten bis zweiten Januarwoche, denn da bin ich dann schon wieder in Jinping (am ende der Welt).
So jetzt aber mal zum Tunnelgeschehen!
Mittlerweile haben wir uns schon 50 Meter weit in den Fels gefressen, mit manch kleinen aber auch größeren Problemen, die wir bis her aber alle ohne viele Schwierigkeiten lösen konnten. Sprich so langsam kommt die Maschine in Fahrt.
Nach einer gewissen Zeit im Tunnel sagt man allgemein dass man etwas verrückt wir und zu spinnen anfängt, was glaub ich auf unser Ganzes Team zutrifft.
Vor kurzem ist uns wieder einmal durch unsre mittlerweile vom Tunnelwahnsinn ergriffenen Gedanken ein genialer Einfall gekommen! Auf einer Hard Rock (Hart Gesteins) TBM sollte es auch ein Hard Rock Café geben und so haben wir kurzer Hand unser Büro Container ins wahrscheinlich erste Hard Rock Café auf einer TBM umgewandelt.
Naja, ich glaub es ist wirklich höchste Zeit für meinen Urlaub, bevor ich hier wirklich noch durchdrehe…
Letzten Sonntag waren wir mal wieder in Xichang, um etwas Freizeit in der Zivilisation zu verbringen. Hab mich “morgens“ um 12 zum Auschecken mit Loïc, unserm PLC Elektriker, verabredet. Anschließend sind wir losgezogen um uns mit Diana, einer englisch sprechenden Rezeptionistin unseres Hotels, zu treffen und Hot-Pot essen zu gehen. Jetzt werdet ihr euch sicher fragen was das ist! Man sitzt an einem Tisch der in der Mitte ein Loch und darunter ein Gasbrenner hat, hinein wird ein Kupfertopf mit Öl gestellt das erhitzt wird. In unserem Fall hatten wir zu Loïc´s und meinem Glück noch ein Topf im Topf, denn der äußere war überfüllt mit wahnsinnig scharfen Peperoni und der innere nur mit ein paar normalen Gewürzen. So und dann ging es auch schon los, wir bestellten (oder besser gesagt Diana, denn wir können leider kein chinesisch lesen) viele verschiedene Dinge um sie uns im Hot-Pot zuzubereiten. Kurze Zeit später bekamen wir auch schon das Bestellte und die Bedienung warf alles in den Topf. Pilze, Tofu, Wachteleier, Schweinefleisch, Rindfleisch, Kartoffeln, Fisch, Kuhmagen und viel undefinierbares Grünzeug. Nach etwas Wartezeit begann dann jeder nach dem zu fischen was er gerne essen wollte, manchmal mit Glück und manchmal mit Hilfe eines Anderen, der auf seiner Suche auf dass gestoßen war was der Andere sucht, ne ganz witzige Geschichte. Das mit Abstand ekligste vom Aussehen waren die Entenzungen, ich hab eine probiert und dann bei Seite gelegt, denn die hatten irgendwie kein Fleisch und auch kein Geschmack. Nach 2 Stunden Essen, Reden und viel Lachen sind wir dann mit vollen Bäuchen etwas in der Stadt spazieren gegangen um das leckere Essen erstmal zu verdauen. Nach diesem Verdauungsspaziergang suchten wir uns dann ein schönes Café um den Tag mit feinem Tiramisu und Cappuccino ausklingen zu lassen. Nun mussten wir, Loïc und ich, leider auch schon wieder auf den Bus um wieder einmal ans Ende der Welt zu fahren ;-). Alles in Allem war es ein rundum gelungenes Wochenende…
Ist schon etwas länger her dass ich mich das letzte mal gemeldet hab, hatte die letzte Zeit viel Arbeit um die Ohren und deshalb auch nicht wirklich was Interessantes zu berichten.
Apropos Arbeit – In dieser Woche haben wir den Vortrieb gestartet, einfach der Wahnsinn! Als wir die Maschine zum ersten Mal vorgeschoben haben und sie Kontakt zum Fels bekam fing Alles an zu vibrieren und man hat richtig gemerkt wie sie sich in den Fels frisst. Dieses Ungetüm mit 12,5 Meter Durchmesser und einer Länge von ca. 170 Metern beißt sich mit Leichtigkeit durch den Fels.
Nach unserm ersten Hub war die Stimmung bestens und wir schossen einige Bilder auf dem ersten Haufen Steinen die unsere TBM ausgespuckt hat. Eigentlich wäre eine „Fat Lady“ angebracht gewesen, aber daran hat leider keiner gedacht, naja dafür gab´s Abends dann ein paar Bier, die Michael uns spendiert hat, das war auch gut :-)
Am Mittwoch war Kai´s letzter Tag hier im Camp und da hat er uns eingeladen nach Mofangu, das ist ein kleines Dörfchen ca. 20 Minuten von unserm Camp entfernt, zum Barbecue. Was ich allerdings nicht wusste, es waren nur Chinesen Kai und ich die gingen. So sind wir also mit 2 Minivans über eine Holperstraße zum "Restaurant", naja war mehr eine Garage mit ein paar Stühlen drin. Dort angekommen wurden einige Kartons mit Bier bestellt, die sogleich von innen inspiziert wurden ;-). Nach kurzer Zeit kam auch das Essen und dann ging es richtig los, überall Gambei, Gambei, Gambei, wer von euch das nicht kennt, das heißt übersetzt Prost, allerdings mit Glas leeren. Kai und mir war von vorne herein klar, die wollten uns abfüllen, alle Chinesen kamen immer wieder und wollten mit uns 2 trinken. Ihr Problem ist allerdings sie halten maximal 3 Stunden durch, was um einen Deutschen betrunken zu machen entschieden zu wenig ist :-). So fuhren wir nach 3 Stunden also wieder in unser Camp, die Chinesen voll - Kai und ich leicht angeheitert. Es war eine sehr schöne Erfahrung und wir hatten eine Menge Spaß, obwohl ich das meiste was die Leute mit mir dort sprachen nicht verstanden hab. Da wir so früh wieder zuhause waren, war es am nächsten Morgen auch gar kein Problem aus den Federn zu kommen...
Vergangenes Wochenende war ich mal wieder in Xichang und hab einiges zu berichten.
Wir hatten ziemliches Glück dass sie Straße überhaupt frei war, da wir am Samstag kurz vor 3 noch ein mittelstarkes Erdbeben hatten. Für ca. 5 Sekunden hat die Erde ganz schön heftig gebebt. Zuerst dachten wir die Chinesen haben irgendwo im Tunnel mal wieder wie die Blöden gesprengt, aber nachdem wir mit unser Arbeitern gesprochen haben und sie uns erzählten dass es nicht wie üblich bei einer Sprengung im Tunnel ne Druckwelle gab, war klar das es ein Erdbeben war. Zum Glück war es nicht so lang und hat keine Schäden hinterlassen und wie schon gesagt, die Straße war auch frei. Also stand unserm Wochenendtrip nach Xichang nicht im Wege.
Pünktlich zum Wochenende bekamen wir dann auch wieder wunderschönes Wetter mit an die 30 Grad. Samstag Abend trafen wir uns wie immer in Grandmother´s Kitchen um lecker zu essen und anschließend noch ein paar Cocktails zu schlürfen, war ein richtig gemütlicher Abend. Da wir, Michael, seine Freundin und meine Wenigkeit, am Sonntag was größeres vorhatten blieben wir nicht ganz so lange um für den kommenden Tag fit zu sein.
Am Sonntag Morgen ging´s dann wie soll es anders sein wieder in unser Stammlokal um zu Frühstücken. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Xichang Lake. Ich hab mir vorsorglich im Hotel unser Ziel aufschreiben lassen, da hier ja so gut wie niemand englisch spricht, geschweige denn die Taxifahrer. So zeigte ich ihm die Karte und nach einem kurzen Gespräch, bei dem ich nur nickte und nichts verstand ist er dann losgefahren und hat uns sogar noch an den gewünschten Ort gebracht.
Dort angekommen waren wir dann ganz überrascht, wie wunderschön es hier ist. Nach einem kurzen Spaziergang am See und in einem wunderschön angelegten Park, machten wir uns dann auf den Weg zu einer Klosteranlage am Berg mit vielen kleinen verstreuten Tempeln. Nach 2000 Stufen aufstieg (gefühlter 1Million) wurden wir dann für unsre Mühe entlohnt, mit einigen wunderschönen Tempeln und einem Grandiosen Blick ins Tal. Die einzige Enttäuschung war dass wir die dort am Berg lebenden Affen nicht zu Gesicht bekamen.
So machten wir uns wieder an den Abstieg – die 2000 Treppenstufen wieder runter…
Kurz vor der Abfahrt waren wir dann noch einkaufen, frisches Obst und solche Dinge an die man hier im Camp nur schwer ran kommt.
Nach 3 Stunden Fahrt und einem zum Glück nur kleinen Umweg, da die Straße gesperrt war, kamen wir dann wieder in Unserm Lager an.
Bis die Tage…
Grüße Daniel
Dienstag, 28. Oktober 2008
So mittlerweile bin ich schon einen Monat in China und nach den ersten Startschwierigkeiten hab ich mich eigentlich ganz gut eingelebt. An manche Dinge hier werd ich mich wohl nie gewöhnen, zum Beispiel dass die Chinesen überall hinrotzen, aber ich glaub das ist auch ganz gut so :-). Das Arbeit hier macht sehr viel Spaß, das einzige was hier etwas doof ist, die Baustelle ist halt am Arsch der Welt. Was auch zum Problem werden kann, wenn man sich irgendwie verletzt und gerade im Tunnel selbst gibt es sehr viele Stellen an denen man sehr vorsichtig sein muss, da die chinesischen Sicherheitsvorschriften nicht wirklich streng sind, das einzige was da wirklich kontrolliert wird ist das Rauchverbot, wenn man sich ne Zigarette im Tunnel ansteckt kommt gleich der „Sicherheitsbeauftragte“ und fordert einem auf sie auszumachen. Naja – deshalb achte ich im Tunnel immer genau darauf was ich mach und überleg mir jeden Schritt 2 mal! Denn wenn man hier ins Krankenhaus muss, dann ist man verloren. Mit meinen Kollegen hier von Herrenknecht, alle aus einem anderen Teil der Erde, versteh ich mich sehr gut. Abends gehen wir öfter mal ein Bierchen trinken und in einer chinesischen Kantine etwas snacken, also von dem her kann ich mich nicht beklagen. Diese Woche war ich auch mal mit meiner Kamera im Tunnel unterwegs und hab ein paar Bilder geschossen, dass ihr euch auch mal einen Eindruck machen könnt wie mein Arbeitsplatz hier aussieht. Ich hoffe man kann etwas erkennen, den es ist nicht einfach im Tunnel gute Bilder zu schießen! An einem meiner nächsten Wochenenden, wenn wir mal wieder nach Xichang kommen, werde ich einen Ausflug an den Stadtsee machen, ein Arbeitskollege hat mir erzählt dass es dort viele kleine Tempel und sogar Affen geben soll. Naja, jetzt mal schauen wann das was wird. Also freut euch schon mal auf diesen Blog, bis dann…
Dieses Wochenende war die Straße nach Xichang leider mal wieder von Erdrutschen verschüttet und es war kein Durchkommen. Aber ich hab vorgesorgt! Mit meinem Kollegen Kai, der hier das Ersatzteillager einrichtet, hab ich abgemacht dass wir am Sonntag in den Bergen um unser Camp wandern gehn.
Gegen 11 Uhr sind wir in der prallen Mittagssonne losgelaufen, war zwar nicht gut überlegt (ca. 30°C), aber dafür war es leider schon zu spät! Nach einer halben Stunde querfeldein kamen wir dann endlich an einen Fußweg der uns nach oben führte. Noch in Sichtweite unsres Camps fanden wir dann eine kleine Bauernsiedlung mit einigen kleinen Maisfeldern und Ziegenzucht. Schon stark mitgenommen von der Hitze machten wir uns weiter an den Aufstieg. Zum Glück führte uns der Weg bald in ein kleines Bambuswäldchen, wo die Luft nicht mehr so heiß war und das Wandern etwas angenehmer machte. Immer weiter über unsern Fußweg, der uns teilweise gefährlich nahe an tiefen Abgründen vorbeiführte, kamen wir nach einer weiteren Stunde an eine bewohnte Höhle, der Wahnsinn, ich hätte nie gedacht dass es so etwas noch gibt! Der Eingang der Höhle war mit Bambus, als Wand, abgetrennt und draußen hing Mais zum trocknen. Eine viertel Stunde von der Wohnhöhle entfernt fanden wir dann die nächste kleine Bauernsiedlung, draußen war eine alte Frau die die Hunde zurückpfiff, nach einem kurzen Gespräch wollte sie uns einladen, dass wir uns etwas ausruhen können. Wir haben dankend abgelehnt, da wir noch einiges an Weg vor uns hatten. Also ging es weiter, allerdings nicht mehr lange, nach einer halben Stunde musste ich leider abbrechen, meine Kräfte waren aufgezehrt und ich wusste, wenn ich jetzt nicht aufhöre wird der Abstieg zu gefährlich! Kai ging noch eine halbe Stunde weiter und ich mache es mir unter einer Eiche gemütlich. Es dauerte nicht lange bis ich Gesellschaft bekam, ein kleiner Paradiesvogel ließ sich auf einem Baum in meiner Nähe nieder, ein wunderschöner Anblick. Nachdem Kai zurück war und berichtete dass ich nicht viel verpasst hab, ging es an den Abstieg. Dass er so beschwerlich wird haben wir uns nicht gedacht, aber es führte kein Weg dran vorbei, im wahrsten Sinne des Wortes, wir mussten wieder ins Tal. Nach zwei Stunden Abstieg und sieben Stunden Gesamtwanderzeit sind wir dann glücklich aber auch ziemlich KO wieder unten in unserm Camp angekommen. Von der Wanderung habe ich viele schöne Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen und eine dicke fette Blase am rechten Fuß :-) naja damit kann ich leben...
So nun bin ich schon eine Woche hier in China und nach dem ersten Kulturschock, geht´s mir auch schon wieder besser!
Die Woche auf der Baustelle zu arbeiten war sehr interessant, vor Allendingen die Arbeitsweise der Chinesen. Fast zu jedem Arbeiter gibt es einen Vorarbeiter, wenn nicht schlafen die Arbeiter und wenn der Vorarbeiter schläft, so schläft der Arbeiter auch. Sprich im Allgemeinen schlafen da sehr viele Leute auf der Baustelle! Wenn sie dann mal etwas arbeiten sieht es immer sehr witzig und planlos aus, was die Ergebnisse oft genug bestätigen - zum Glück hab ich damit nur indirekt was zu tun. Wenn ich nicht gerade mitm Michael, mein Projektleiter vor Ort, auf der Baustelle auf Rundgang bin so sitz ich im Büro und schreib Schulungspläne auf Englisch, welche dann von einem chinesischen Mitarbeiter übersetzt werden. Im Großen und Ganzen macht die Arbeit hier sehr viel Spaß.
Über das Wochenende, was bei uns nur Sonntag ist, haben wir dann den weg nach Xichang, der nächst größeren Stadt, auf uns genommen. Am Samstag Abend nach 2,5 Stunden Fahrt warn wir um 21 Uhr in unserm 4 Sternehotel - endlich mal wieder ein kleines bisschen Luxus ;-). Schnell unser Gepäck verstaut und dann ab in die Stadt. Dort warn wir dann in Grandmother´s Kitchen essen, ein Restaurant mit europäischem Essen und Sauberkeit, was hier nicht leit zu finden ist (also das mit der Sauberkeit)! Nach einer leckeren Pizza und ein paar Longdrinks ging’s dann wieder heim in unser Hotel. Am Sonntag bin ich dann mal auf eigene Faust losgezogen und hab die Stadt erkundet. Teilweiße ist die Stadt wunderschön, allerdings sieht man auch viel Elend, dass man so gar nicht in Worte fassen kann. Am Abend um 17 Uhr ging’s dann wieder ab Richtung Baustelle, über unsere Betonstraße, bei der man es eher russisches Roulett nennen könnte als Auto fahren, denn in dem nichtmal einen Tag sind schon wieder mehrere Erdrutsche abgegangen und haben die Straße teilweiße verschüttet. Naja, zum Glück hat alles geklappt auf der Heimfahrt...
Am Montag, 29.09.08 bin ich um 9 Uhr in Hausach los und ab Frankfurt nach Peking geflogen nach 3 Stunden Aufenthalt ging es dann weiter nach Chengdu mit einer kleineren Maschine und noch mehr Chinesen als von Deutschland, was ja selbstverständlich ist. In Chengdu angekommen machte ich mich auf die Suche nach dem Check - In Schalter für meinen Weiterflug, allerdings gestaltete sich dies recht aufwendig, da dort schon niemand mehr Englisch sprach. Weil ich nur eine Stunde Aufenthalt hatte verpasste ich dann fast meinen Flieger, der zum Glück Verspätung hatte :-). So jetzt ging es also weiter nach Xichang mit einer noch kleineren Maschine und nur noch Chinesen. Dort angekommen war ich erstmal froh dass alles so geklappt hat wie geplant. Abgeholt wurde ich von zwei Chinesen die, wie sollte es anders sein, wiederum kein Wort Englisch sprachen, allerdings war es nicht sehr schwierig zu verstehen was sie wollten, sie sahen den einzigen Weisen und deuteten auf ein Herrenknechtplakat welches am Flughafen hing, ich nickte und sie trugen mir mein Gepäck zum Auto. Die Straßenverhältnisse waren katastrophal, wir mussten erstmal aus der Stadt heraus und dann auf die Zugangsstraße der Baustelle, die Teilweiße halb verschüttet war ,durch die ständigen Regenfälle in dieser Jahreszeit, kurzum die ganze Autofahrt war ein Abenteuer. Zum Glück musste ich nicht fahren und wir hatten einen Geländewagen, sonst wären wir sicherlich nicht angekommen.
So bin ich also nach zwei Stunden Autofahrt und einer Gesamtreisezeit von 26 Stunden endlich in Jinping auf der Baustelle angekommen…
Bilder und ein Bericht von der Baustelle folgen baldmöglichst!
So nun geht´s hier endlich mal los – mein erster Blogg von der Baustelle. Für die die´s noch nicht wissen, ich bin noch nicht in China, vorerst bin ich für eine Woche am Gotthard Basistunnel und werde dort eingelernt auf einer Ähnlichen Maschine wie sie in Jinping stehen wird.
Aber jetzt erstmal was zum Tunnel: Herrenknecht hat insgesamt 4 Tunnelbohrmaschinen im Einsatz mit jeweils 9 Meter Durchmesser. Je zwei Stück fräsen parallel zueinander, die einen zwei haben in Erstfeld angefangen und die andern in Bodio, wobei ich auf den zwei Maschinen von Bodio bin. Die Gesamtlänge des Tunnels wird später mal 57km betragen, er ist somit der längste Weltweit. Die Bauzeit soll 14 Jahre dauern und endet 2016, wobei die Planung schon wesentlich weiter zurück reicht.
Momentan bin ich in Faido in einer Baucontainersiedlung und fahre jeden Morgen ca. eine dreiviertel Stunde mit dem Tunnelbus und der Tunnelbahn über einen Zugangsstollen bis zum Vortrieb. Die Maschinen sind einfach gigantisch, dass kann man sich so garnicht vorstellen! Eben 9 Meter im Durchmesser und ca. 170 Meter lang. Die Leute mit denen ich hier arbeite sind alle schwer in Ordnung. Am zweiten Tag als ich hier war haben wir gleich mal gegrillt, morgen geht´s dann Pizza essen und Bier wird immer reichlich getrunken :-).
Das einzige was etwas Kraftzehrend ist sind die langen Arbeitszeiten, ich war fast jeden Tag 11 Stunden im Loch und dass von Mittwoch bis Mittwoch komplett durch. Allerdings hab ich dann ein langes Wochenende und dadurch dass es mir hier so Spaß macht ist das auch nicht weiter schlimm.
Ich kann euch ja mehr erzählen wenn ich wieder Zuhause bin, flieg ja dann noch nicht gleich nach China…
Letzte Woche hab ich bei Herrenknecht angefangen zu arbeiten. Eigentlich war geplant dass ich zwei Wochen in Schwanau bin und dann gleich auf die Baustelle komme, allerdings gibt es mit China momentan noch Visumprobleme, weshalb sich meine Abreise etwas verzögert. Mein Einsatzort ist nahe Xichang, ein Staudammprojekt namens Jinping II bei dem 2 Röhren a 12,5 m Durchmesser und 17 Kilometer Länge gebohrt werden, die später dann 6 Turbinen mit Wasser versorgen. Ich bin schon gespannt was mich dort Alles erwartet.